Tierhaltung in der Forschung
Die artgerechte Haltung, Pflege und Ernährung von Tieren ist ein wesentlicher Bestandteil der tiergestützten Forschung an der TUM. Speziell dafür ausgebildete Teams übernehmen die Pflege von Mäusen, Hühnern, Fischen und weiteren Tierarten. Dabei erfüllen die Tierhaltungen der TUM nicht nur die strengen gesetzlichen Vorgaben, sondern optimieren die Haltungsbedingungen auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse kontinuierlich.
Wie leben die Tiere an der TUM?
Jede Tierart hat eigene Bedürfnisse. Dementsprechend sind die Haltungen so gestaltet, dass Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen möglichst umfassend ausleben können. Die TUM betreibt Einrichtungen nach modernen Standards (z.B. das Zentrum für Präklinische Forschung, das nach dem international anerkannten AAALAC-Standard akkreditiert ist), realisiert Neubauten nach dem aktuellen Stand der Technik (z.B. Center of Organoid Systems (COS)) und überprüft und verbessert die Tierhaltung stetig.
Tierhaltungen
Die TUM betreibt insgesamt elf Tierhaltungen. Den größten Anteil machen Mäuse und Fische aus. Acht der elf Einrichtungen sind auf ihre Haltung spezialisiert. In drei dieser Tierhäuser können auch Ratten separat untergebracht werden. Je zwei Haltungen sind für Kaninchen, Geflügel, Schweine und aquatische Tiere (Fische, Krebstiere, Weichtiere). Es gibt je eine Haltung für Fledermäuse, Meerschweinchen und Wiederkäuer. Darüber hinaus wird an der Universität auch Forschung mit Insekten betrieben.
Maßnahmen in den Tierhaltungsräumen
- Ausstattung: Die Tierhaltungen sind modern ausgestattet und strenge Hygienevorschriften verhindern die Übertragung tierartspezifischer Krankheiten. Die engmaschige und regelmäßige Kontrolle des Gesundheitszustands der Tiere, getrennte Räume und separate Lüftungssysteme für Klein- und Großtiere, Desinfektionsschleusen und Schutzkleidung, sind Beispiele hierfür.
- Unterbringung: Die Umweltbedingungen werden je nach Spezies angepasst (Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit). Die Tiere erhalten Beschäftigungs- und Nistmaterial, Raum für Bewegung und Unterschlupf.
- Methoden: Forschende wählen die schonendsten Methoden nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Anästhesie und Schmerzbehandlung erfolgen exakt dosiert.
- Gesundheitsüberwachung: Tierpflegende, Tierärztinnen und -ärzte überwachen den Gesundheitszustand der Tiere engmaschig und sorgen für eine artgerechte Haltung und eine optimale medizinische Versorgung.
- Training: Die Tiere werden gezielt an die Abläufe und die neue Umgebung gewöhnt. Auch geeignete Hilfsmittel (z.B. Umsetzungstunnel) sorgen für Stressreduzierung bei den Tieren.
Respektvoller Umgang mit den Tieren
Die TUM legt großen Wert darauf, dass Forschende und Mitarbeitende den Tieren mit Respekt und größter Sorgfalt begegnen. Dies ist die Grundlage für tierschutzgerechte und qualitativ hochwertige Forschung.
Tierhaltung und exzellente Wissenschaft
Eine professionelle Versorgung der Tiere ist nicht nur der ethische Anspruch der TUM, sondern auch wissenschaftlich erforderlich. Nur unter optimalen und kontrollierten Haltungsbedingungen lässt sich zukunftsweisende Forschung betreiben und die Zahl der eingesetzten Tiere auf ein Minimum begrenzen.
Wer kümmert sich um die Haltung der Tiere?
Tierärztinnen und Tierärzte und Tierpflegende kümmern sich täglich um die umfassende Betreuung in den Tierhaltungen der TUM. Alle Personen, die für Tiere sorgen, aktualisieren kontinuierlich ihre theoretischen und praktischen Fachkenntnisse.
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